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Artikel aus der Segeberger Zeitung vom 25.11.2009

Gemeinde unterstützt Vorhaben mit B-Plan

Mailänder baut Reiterhof wieder auf

Hagen - Die Kommunalpolitiker in Hagen sind sich einig, „der Schandfleck“ muss weg: Der Reiterhof an der Ecke Steenkamp/Hauptstraße hat schon viele Pächter gesehen, die heruntergekommene Anlage soll nun auf Vordermann gebracht werden. Den Reiterhof hat der Italiener Eduardo Longoni übernommen.

Der Pferdeliebhaber aus Mailand will in Hagen 30 Sportpferde unterbringen. Dazu wird der Reiterhof erweitert und saniert. Der neue Eigentümer hofft, dass der Reiterhof im Frühjahr nächsten Jahres neu eröffnet werden kann. Geplant ist ein Zentrum für Springpferde und Dressur. Longoni, der eigene Pferde verstreut in Deutschland untergebracht hat, will diese in Hagen einquartieren. Er will aber auch Pferde aus der Region ausbilden. Dazu möchte er mit Züchtern zusammenarbeiten. Ausgebildet werden die Pferde im Alter von etwa drei bis sechs Jahren.

Weil das Anwesen in Hagen außerhalb der Ortslage liegt, lässt das Baurecht keine Erweiterungen zu, die vorhandenen Gebäude dürfen nur saniert werden. Zu einer Bauvoranfrage des Investors hatte die Gemeinde zwar sich schon positiv geäußert, der Kreis Segeberg lehnte aber ab. Die Hagener geben aber nicht auf, und haben noch einen „Joker“ in der Hand, wie Bürgermeister Holger Klose in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung meinte. Die Gemeinde macht jetzt von einem so genannten vorhabenbezogenen Bebauungsplan (B-Plan) Gebrauch. Solch einen B-Plan kann die Kommune nur zweimal realisieren, einmal hat sie bereits diese Möglichkeit für den Außenbereich des Dorfes in Anspruch genommen. Mit einem einhelligen Votum der Gemeindevertretung soll nun ein vorhabenbezogener B-Plan für den Reiterhof aufgestellt werden. Den Bebauungsplan soll das Kreisplanungsamt erstellen, der Gemeinde werden keine Kosten entstehen, denn die Ausgaben für die Planung muss der Eigentümer tragen.

Der Bauherr will unter anderem die vorhandenen Gebäude um Anbauten erweitern und eine neue Reithalle mit den Maßen 20 Mal 50 Meter bauen. Das vorhandene, arg heruntergekommene Gebäude mit den Boxen wird derzeit bereits saniert und umgebaut. Neben den Boxen für 30 Pferde sowie einer Sattel- und einer Futterkammer soll auch noch Platz für eine Apotheke und einen tierärztlichen Behandlungsraum sein.

Wie Eduardo Longoni sagte, sei der Reiterhof in Hagen früher eine der besten Anlagen dieser Art überhaupt gewesen. „Wie eine schöne Frau, die man beiseitegeschoben hat.“ Ihr will er nun wieder zur alten Schönheit verhelfen, „das war schon immer mein Traum.“ prs

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